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Geschichte - archiv dokumentů

 
 
 

Reiseführer durch die Geschichte von Dolní Dvůr

 

Wo findet man Dolní Dvůr?

Der Hauptteil der Gemeinde liegt im Tal der Bäche Klínový, Kotelský und nach deren Zusammenfluss in der Nähe von Rudné Platz im Tal der Kleinen Elbe. Weiter dann im Tal der Bäche Husí, Zlatý und Hádecký. Es gibt hier jedoch mehrere Täler und Bäche; Bílý, Černý, Krupičný, Tetřeví, Kamenná strouha und weitere, weniger bedeutende. Der Gemeindekataster dehnt sich von Strážné im Westen, Horní Lánov im Süden, Černý Důl im Osten bis zu Pec pod Sněžkou im Norden aus.

Dolní Dvůr ist eine kleine Gemeinde –  etwa 250 Einwohner sind nicht viel. Im Sommer- und Wintersaison besuchen jedoch Dolní Dvůr eine Vielzahl von Touristen, Urlauber oder Skifahrer. Es sind Leute aus Städten, die hier ihre Häuschen haben und weiter die Besucher der hiesigen Hotels, Bauden und Pensionen.  Dolní Dvůr ist heutzutage eher ein kleiner Erholungsort, und nur wenige würden glauben, dass hier früher kleine Eisenhütten, Hammerwerke, Sägewerke, Webereien und später auch mehrstöckige Papierfabriken standen. Um die Wende des 19. und 20. Jahrhundert lebten hier etwa 1300 Einwohner.

 

Wann ist Dolní Dvůr entstanden?

Dolní Dvůr ist nach im Jahre 1601 entstanden. Die Gemeinde wurde damals Niederhof genannt und – wie es dem Namen nach zu erwarten ist – haben hier überwiegend die Deutschen gelebt.

Die Tatsache, dass hier überwiegend die Einwohner deutscher Nationalität gelebt haben, hat der tschechische König Otakar  Přemysl II. bewirkt, der im 13. Jahrhundert, unter anderem, auch den Gau Trutnov mit den Deutschen besiedelt hatte.

Die Besiedelung des Gebiets der zukünftigen Gemeinde datiert am Anfang des 14. Jahrhunderts. In dieser Zeit sind zwei Almhütten entstanden; die Obere – später Horní Dvůr genannt, am Zusammenfluss der Bäche Klínový und Husí, und die Untere – später  Dolní Dvůr genannt, am Zusammenfluss der Bächer Klínový und Kotelský. In diese Almhütten wurde im für den Sommer das herrschaftliche Vieh getrieben. Weiter wurden hier ein Sägewerk und eine Eisenhütte aufgebaut und damit sind auch Hütten für Hirten, Schmelzer, Sägewerker und Holzarbeiter aufgewachsen. Diese waren die ersten Anfänge der, vorerst namenlosen Gemeinde.

Im Jahre 1530 hat der höchste tschechische Oberhauptmann Krištof Gendorf von Gendorf Lánov, Vrchlabí und Nová Ves gekauft. Also ohne die heutige Gemeinde Dolní Dvůr – dieses Gebiet war im Eigentum des Königs. Dreizehn Jahre später hat Krištof Gendorf  auch diesen Teil von Ferdinand I. gekauft.

Im Jahre 1547 hat Gendorf  die Hämmer von Lánov für 3.365 Schocke der Prager Groschen gekauft, was wahrscheinlich die Hämmer und die Schmelze in Horní Dvůr waren. Der neue Eigentümer baut neue Bergwerke; es wird vor allem Eisenerz und Silber gefördert.

Im Jahre 1563 ist Gendorf gestorben und seine Herrschaft erbt seine Tochter Eustacha. Sie stirbt jedoch fünf Jahre später. Die Herrschaft wurde an drei Töchter verteilt und der Teil Lánov, heutige Gemeinde Dolní Dvůr und Umgebung, hat Kateřina Markvartová ererbt. Im Jahre 1590 hat die zweite Tochter, Rozina Miřkovská, seinen Teil der Herrschaft an seinen Ehemann Vilém aus Stropčice zugeschrieben, der auch die übrigen zwei Teile gekauft hat. Ander Neige seines Lebens wurde das Verzeichnis der Hausbesitzer und Grundstücke in Dolní Dvůr angefertigt, und zwar zum 24. April 1601.

Seit diesem Datum werden alle Eigentumsübertragungen in der Gemeinde als in einer selbständigen Gemeinde geführt. Der Tag 24. April 1601 kann also als Entstehungsdatum der selbständigen Gemeinde Dolní Dvůr – damals Niederhof - bezeichnet werden.

Im Jahre 1602 wurde das erste Grundbuch erstellt. Als erster Vogt wurde von der Obrigkeit Friedrich Held im Jahre 1599 ernannt, der sein Amt bis Jahre 1619 bekleidet hat.

Das erste Gemeindewappen stammt vom Jahre 1601 und stellt zwei gekreuzte Schlägel für den Bergbau dar; Niederhof war hauptsächliche eine Berggemeinde.

Vilém von Stropčice nahm am Widerstand gegen die Habsburger teil und nach seiner Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg musste er seine Herrschaft an Albrecht von Valdštejn (Wallenstein), Herzog von Frýdlant am Ende des Jahres 1624 verkaufen. Albrecht von Valdštejn wurde auf Weisung von Ferdinand II. im Jahre 1634 in Cheb ermordet und sein Vermögen wurde beschlagnahmt.

Bereits im Jahre 1635 bekommt der Freiherr Rudolf von Morzin dieses Vermögen von Ferdinand II. für die Kriegsverdienste, und zwar unter der Bedingung der konsequenten Katholisierung der Herrschaft. 

In den folgenden Jahren wurde die Herrschaft von verschiedenen Angehörigen dieses Geschlechts verwaltet.

Im Jahre 1833 wurde die Herrschaft von Rudolf Morzin übernommen, der ihre Geschwister ausgezahlt hat und die Verwaltung selbst übernommen.  Rudolf war ein ausgezeichneter Landwirt und Waldwirtschaftler. Die Wälder und die ganze Herrschaft hat ein ausgezeichnetes Niveau der Forstwirtschaft erreicht. Während der Zeit seiner Verwaltung wurden viele Steinwege gebaut. Manche können bis heute benutzt werden.  

Mit dem Ableben von Rudolf am 22. September 1881 stirbt das Geschlecht von Morzins nach der männlichen Linie aus. Die Regierung wird von seiner einzigen Tochter Aloisie übernommen, die im Jahre 1853 den Kammerherrn des Grafen Heřman Černín von Chudenice geheiratet hat.  Im Jahre 1907 hat die Herrschaft der Sohn Rudolf übernommen und am 16. April 1919 an die junge Tschechoslowakische Republik  für 4.500.000K verkauft.

 

Hammerwerke und Industrieproduktion

·        Im Jahre 1850 verschwindet das Hammerwerk im Luisas Tal und an seiner Stelle wurde in 1864 eine Mühle gebaut, die in 1867 auf ein Sägewerk und später auf eine Holzschleiferei (Zweigwerk der Fabrik in Horní Lánov) geändert wurde.

·        In 1868 wurde Wonkas Spinnerei und Weberei am Kotelský Bach gegründet  – in Betrieb bis 1949.

·        In 1870 ist die Erlebachs Papierfabrik entstanden, ein weiterer Betrieb am Kotelský Bach – stillgelegt nach dem 2. Weltkrieg.

·        Im Jahre 1880 hat Pavel Grossman die Mühle und das Sägewerk auf eine Papierfabrik geändert (heute Pension Mlynářka). Die erste Fabrik an der Kleinen Elbe hat bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg produziert.

·        In 1880 wurde am Klínový Bach eine weitere Papierfabrik gegründet – niedergebrannt in 1882, erneuert in 1883 –  auch diese ist nach dem Krieg untergegangen und als ihr Rest ist ein erneuertes Kraftwerk, ein Wohnhaus Nr. 69 und ein unschönes Betonreservoir geblieben.

·        Im Jahre 1885 wurde eine neue Mühle am Kotelský Bach gebaut, niedergebrannt und erneuert in 1893 – in Betrieb bis 2. Weltkrieg. Nach dem Jahre 1945 wurde sie auf eine Tischlerei geändert. Die Tischlerei hat seinen Betrieb nach einigen Jahren stillgelegt und wurde verkauft. Seitdem diente das Gebäude den Erholungszwecken.

·        Im Jahre 1885 ist in Rudolfov eine Holzschleiferei entstanden, die bis 2. Weltkrieg gearbeitet hat.

·        Zwei herrschaftliche Sägewerke in Rudolfov und im Luisas Tal waren bis Jahre 1897 in Betrieb – aufgelöst bei der Aufmachung des Sägewerkes in Vrchlabí.

·        In 1898 ist während einem Gewitter das letzte Hammerwerk in Rudolfov niedergebrannt. Dieses Gewitter war der Anfang eines großen zerstörenden Hochwassers.

 

Ausbildung

Im 18. Jahrhundert wurden für einen bestimmten Ausbildungsgrad die Kenntnisse von Lesen, Schreiben und Rechnen gerechnet. Das gleiche galt für das kleine arme Dorf im Riesengebirge (Krkonoše).

Die ersten schriftlichen Belege über den Unterricht:
In 1766 –Antonín Franz hat angefangen, im Haus Nr.78 einige Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterrichten.
In den Jahren 1768 – 1784 hat Ferdinand Jüngling unterrichtet, danach bis 1786 Jan Jüngling.
Folgend 1786 – 1793  hat Josef Erben unterrichtet.

Diese sogenannte „Ausbilder“ haben ihre oft schwache Kenntnisse für ein paar Kreutzer oder für Naturalien übergeben.
Seit dem Jahre 1794 hat keiner den Unterricht in der Gemeinde gewährleistet. Nur einige Kinder besuchten die Schule in Horní Lánov. Um mehr Kinder in die Bänke anzulocken, begann der Lehrer aus Horní Lánov, Jan Seehak, täglich nach Dolní Dvůr zu kommen.

Der Umbruch ist im Jahre 1802 gekommen, als die Gemeinde die Genehmigung zur Öffnung der„ ersten Trivialen Schule“ erhalten hat. Die Schule hatte die Aufgabe, die Schüler Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterrichten. Am 29. September 1803 wurde zum ersten Lehrer in  Dolní Dvůr Alois Stiller ernannt, der in demselben Jahr den regelmäßigen Unterricht im Haus Nr. 10 eröffnet hat. Nach einigen Jahren wurde die Schule ins Haus Nr. 72 verlegt und im Jahre 1811 ins Haus Nr.78 – das heutige Gebäude des Gemeindeamtes.

·        In 1787 wurde das Haus Nr.78 umgebaut, in 1812 dann abgekauft. In diesem Haus wurde unterrichtet bis 1846, als es abgerissen wurde.

·        In den Jahren 1846 – 1847 wurde an demselben Platz eine neue Schule gebaut – auch ein Erdgeschossgebäude.

·        In 1872 wurde ein Stock aufgebaut – 2. Klasse geöffnet, in 1878 3. Klasse geöffnet, in 1898 4. Klasse geöffnet

·        In 1936 hat die Schule die jetzige Form erhalten

·        Am 3. September 1945 wurde in Dolní Dvůr zum ersten Mal der tschechische Unterricht eröffnet

·        In 1969 Rekonstruktion der Schule

·        In 1977 hat die Schule in Dolní Dvůr ihre Unterrichtsaktivitäten beendet und seitdem fahren Kinder zur Schule nach Lánov und nach Vrchlabí.

 

Entwicklung des Tourismus und der Dienstleistungen

Um die Wende des 19. und 20. Jahrhundert begann sich das Leben in der Gemeinde langsam zu ändern. Es wurden die, die Dienstleistungen gewährleistenden Gewerbe gegründet. Die Gemeinde hat sich dem steigenden Interesse für die Bergtouristik stufenweise angepasst. Dies war am deutlichsten an der steigenden Anzahl der hiesigen Gaststätten und der Unterkunftsmöglichkeiten. Wo immer es auch möglich war, sind neue Lokale entstanden, die bereits existierende wurden zugebaut oder umgebaut, um die Ankömmlinge unterbringen zu können.

Sie Nr. 8  - heutiger „Zvon“. Im Jahre 1891 hat Artur Ettel eine Gaststätte gekauft, die er im Jahre 1894 erweitert hat, da er auch Metzger war. Später hat die Witwe Marie auf das ganze Erdgeschoss ein Stock bauen lassen, wo Zimmer für die Gäste entstanden sind. Das war im Jahre 1908. In 1909 hat Marie Ettlová das zerstörte Haus Nr. 16 gekauft, hauptsächlich wegen des Grundstücks, auf dem im Jahre 1927 ein neues Hotel Ettel – heute Morava gebaut wurde.

Das Hotel Gall, Nr. 21 war damals die einzige Gaststätte, die bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts ein Etagengebäude war und neben dem Unterkunftsangebot auch schon eigene Ansichtskarten herausgegeben hat. Genauso Zlatý Mlýn hat im Jahre 1910 eigene Ansichtskarten herausgegeben.

Die Möhwald Gaststätte, Nr.103, hat in 1888 niedergebrannt. Gleich im Jahre 1889 ist sie renoviert worden und im Jahre 1931 das ganze Dachgeschoß auf die Beherbergung für Touristen umgebaut. Das gleiche Dasselbe wurde in Kodym Gaststätte, Nr. 77, realisiert, aber bereits in 1913. Dieses Haus gibt es nicht mehr, an seiner Stelle steht ein Geschäft.

Auch einige Bewohner haben die Unterkunftsmöglichkeiten in ihren Häusern angeboten. In der Gemeinde gab es 3 Metzger, 3 Bäcker, ein Konditor und auch eine Autoreparaturwerkstatt mit. Das Hotel Gall hat seit 1927 den Autobusverkehr auf der Linie Dolní Dvůr – Hostinné ausgeübt. Der Fahrplan war so angepasst, dass es in Prostřední Lánov Anbindung an die Buslinie Vrchlabí – Černý Důl gab.

Falls damals ein Tourist eine Bergtour in Richtung Tetřeví boudy unternahm, ging er an folgender Gaststätten vorbei: Held Gasthof auf dem Platz, weiter Ettel (Zvon), ein weiterer Ettel (Morava), weiter das Hotel Gall, in Rudolfov der Gasthof Waldesruhe (u Cívků), er konnte Zlatý Mlýn (Goldene Mühle) mit der verglasten Terrasse nicht meiden und eventuell könnte seine Füße ausruhen inTetřeví boudy (Auerhahn Bauden) in der Gaststätte u Lukschů.

Vom Hauptplatz nach Lánov musste der Tourist an der Kodym Gaststätte mit dem Tanzsaal und die Möhwald Gaststätte bei der Bushaltestelle vorbeigehen.

Während der Reise ins Luisa's Tal könnte sich der Tourist in der Gaststätte „U Lahrů“ an der Kreuzung Strážné – Hříběcí boudy erfrischen.

 

Einwohner

In der Gemeinde haben bis 1945 überwiegend Menschen deutscher Nationalität gelebt.

Jahr

Einwohner

1798

896

1828

1355

1850

2734

1900

1301 (1 Tscheche)

1947

328

1961

347

2000

248

2011

243

 

 

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